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Grüner Wasserstoff: Der Hafen Straßburg engagiert sich im europäischen Interreg Projekt HySyn

Am 26. März begrüßte der Hafen Straßburg (PAS) in seinen Infrastrukturen die offizielle Vorstellung des Projekts HySyn – Hydrogen Synergies, eines strukturierenden grenzüberschreitenden Projekts zur Entwicklung der Wasserstoff-Wertschöpfungskette im Oberrheinraum.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein | Rhin Supérieur gefördert und vereint 26 Partner aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für den ökologischen und energetischen Wandel zu entwickeln, die Dekarbonisierung industrieller Aktivitäten zu beschleunigen, die Wettbewerbsfähigkeit des grenzüberschreitenden Wirtschaftsraums zu stärken und den Oberrhein als europäische Pilotregion für dekarbonisierten Wasserstoff zu positionieren

Charakter und strategische Ausrichtung des Projekts HySyn

HySyn (Hydrogen Synergies) ist ein grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt unter der Trägerschaft der Industrie- und Handelskammer Grand Est (CCI Grand Est) im Rahmen des Programms Interreg VI A Oberrhein. Ziel ist der Aufbau einer integrierten industriellen Wertschöpfungskette für grünen und dekarbonisierten Wasserstoff im trinationalen Oberrheinraum (Frankreich – Deutschland – Schweiz).

Das Projekt verfolgt die Ambition, den Oberrhein als strategischen Innovations- und Industrieraum zu etablieren, der in einem von starkem internationalem Wettbewerb geprägten Umfeld einen konkreten europäischen Mehrwert schafft – ganz im Sinne der Interreg‑Zielsetzung, gemeinsame Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu entwickeln.

Strategische Herausforderungen: industrielle Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Energiewende

Grüner Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie der Energiewende und als zentraler Hebel zur Dekarbonisierung von energieintensiven Industrien, der Logistik, der schweren Mobilität sowie der Energieversorgungssysteme.

HySyn leistet einen Beitrag zur Stärkung der industriellen Souveränität Europas, indem es darauf abzielt, grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten frühzeitig zu strukturieren und Abhängigkeiten von außereuropäischen Technologien zu vermeiden. Damit unterstützt das Projekt die Reindustrialisierung des Oberrheins, sichert industrielle Arbeitsplätze und stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraums.

Der Oberrhein als natürliche Pilotregion

Der Oberrheinraum verfügt über besonders günstige Voraussetzungen für die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft:

  • zentrale Lage im Herzen Europas,
  • leistungsfähiger Industrie‑ und Logistikstandort,
  • bedeutende Hafen‑ und Verkehrsinfrastrukturen,
  • exzellente Forschungs‑, Innovations‑ und Ausbildungseinrichtungen,
  • eine seit Jahrzehnten gewachsene Kultur der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

HySyn verknüpft diese Stärken, um bestehende Herausforderungen – fehlende Skaleneffekte, fragmentierte Pilotprojekte, hohe Kosten und unzureichende Infrastrukturen – zu überwinden. Der Oberrhein wird dabei als Living Lab verstanden, in dem Innovationen getestet, umgesetzt und schrittweise skaliert werden können

Ziele und grenzüberschreitender Mehrwert des Projekts

Eine integrierte Wertschöpfungskette

HySyn deckt die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab:

  • Produktion,
  • Speicherung,
  • Transport und Infrastruktur,
  • industrielle Technologien und Anlagen,
  • industrielle Anwendungen und schwere Mobilität.

Operative Zielsetzungen

Das Projekt zielt insbesondere darauf ab:

  • bestehende Kompetenzen und Technologien im Oberrheinraum zu kartieren;
  • die Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Akteuren zu stärken;
  • Pilot- und Demonstrationsprojekte zu begleiten;
  • Innovation, Qualifizierung und Beschäftigung zu fördern;

die Grundlagen für einen funktionalen grenzüberschreitenden Wasserstoffmarkt zu schaffen.

Strukturierende grenzüberschreitende Zusammenarbeit

HySyn basiert auf einem Netzwerk von 26 Partnerinstitutionen aus den drei Ländern des Oberrheins: Kammern, Gebietskörperschaften, Industriecluster, Hochschulen, Forschungsinstitute und Logistikakteure.

Diese Zusammenarbeit erzeugt einen klaren Mehrwert der grenzüberschreitenden Kooperation, indem sie:

  • Ressourcen und Kompetenzen bündelt,
  • Skaleneffekte ermöglicht,
  • industrielle und öffentliche Bedarfe koordiniert antizipiert,

die internationale Sichtbarkeit des Oberrheins als Innovationsraum stärkt.

Rolle und Mehrwert des Hafens Straßburg

Der Hafen Straßburg ist ein zentraler Projektpartner und bringt seine Expertise in drei Handlungsfeldern ein:

  1. Studien und strategische Planung: Analyse von Produktionspotenzialen, Wasserstoffbedarfen, grenzüberschreitenden Stoffströmen sowie der für die Elektrolyse erforderlichen Wasserressourcen.
  2. Territoriale und operative Umsetzung: Begleitung lokaler Wasserstoff‑Ökosysteme (insbesondere in Marckolsheim) sowie Erfahrungsaustausch und Benchmarks zwischen den Häfen des Oberrheins.

Kapitalisierung und Wissensvermittlung: Aufbau eines digitalen Port Centers Wasserstoff mit methodischen Leitfäden, thematischen Workshops und Sensibilisierungsmaßnahmen für Gebietskörperschaften und Wirtschaftsakteure

Kennzahlen

  • Projektlaufzeit: 42 Monate (2026–2029)
  • Gesamtbudget: 3,35 Mio. €
  • EFRE‑Förderung (Interreg Oberrhein): über 2 Mio. €
  • Budget Hafen Straßburg: 491.400 €, davon 294.840 € EU‑Mittel

 

Beschluss des Begleitausschusses: 3. März 2026

HySyn ist ein zentrales strukturierendes Projekt des Programms Interreg Oberrhein, das dazu beiträgt, den Oberrhein von einem reinen Energietransitraum zu einem gemeinsamen europäischen Innovations‑, Produktions‑ und Wertschöpfungsraum für grünen Wasserstoff weiterzuentwickeln.