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Das führende Industrieunternehmen Kawasaki aus Japan, die Region Grand Est und der Straßburger Hafen schaffen die Grundlagen für eine verstärkte Zusammenarbeit, um Straßburg und die Region Grand Est in die zukünftige internationale Lieferkette für Flüssigwasserstoff zu integrieren.

Anlässlich der Eröffnung seines ersten europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrums zur Innovation im Gesundheitswesen mit Sitz im IRCAD hat Kawasaki Heavy Industries mit der Region Grand Est und dem autonomen Straßburger Hafen ein Einverständnisprotokoll unterzeichnet. Ziel dieses Schrittes sind die Vertiefung der Perspektiven zur Entwicklung des Transports und der industriellen Nutzung von Flüssigwasserstoff und die Einschätzung der Bedingungen, die für die eventuelle Strukturierung eines Sekundärdrehkreuzes in der Region Grand Est notwendig sind.

Die Anwesenheit von Yasuhiko Hashimoto, dem Generaldirektor von Kawasaki Heavy Industries, zeugt vom Interesse des Unternehmers für diesen untersuchenden Schritt und für die begonnene Zusammenarbeit mit den Akteuren der Region Grand Est.

Die Unterzeichnung zeigt das gemeinsame Interesse für die Machbarkeitsstudie einer logistischen Kette für Flüssigwasserstoff mit eventuellen Anschlüssen an die Region Grand Est, den Oberrhein und, weiter gefasst, ans europäische Hinterland. Sie eröffnet eine Arbeitsphase, die die potenziellen Verkehrsflüsse, den industriellen Bedarf, die Beförderungslösungen sowie die technischen, verordnungsmäßigen, wirtschaftlichen und eigentumsmäßigen Bedingungen präzisieren soll, die für die eventuelle Einrichtung eines Sekundärdrehkreuzes nötig wären.

So ermöglicht diese erste Phase eine Einschätzung der Durchführbarkeit dieses Vorhabens und eine allmähliche Klärung der zur Durchführung benötigten Konditionen.

Der Straßburger Hafen, Eingangstor zu einem europäischen industriellen Hinterland mit großem Dekarbonisierungspotenzial

Der mitten am Oberrhein gelegene Straßburger Hafen ist ein wichtiges Eingangstor zu einem der dichtesten und vielfältigsten Industrieräume Europas. Seine Lage zeichnet sich durch die Anwesenheit großer Industriegruppen sowie chemischer und pharmazeutischer Plattformen aus, die zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz verteilt und durch ein und dasselbe rheinische Logistiksystem miteinander verbunden sind. Viele dieser sehr energieintensiven Industrien sind von den Herausforderungen der Dekarbonisierung direkt betroffen.

Der Straßburger Hafen, der im Dienste der Region und ihrer Unternehmer eine Dekarbonisierungsstrategie verfolgt, insbesondere im Rahmen des ZIBAC-Konzepts (Zones Industrielles Bas Carbones / Industriezonen mit geringem CO2-Ausstoß), beteiligt sich an der Zusammenarbeit mit Kawasaki Heavy Industries und der Region Grand Est. Am Kreuzungspunkt von Fluss-, Eisenbahn- und Gaskorridoren und künftigen europäischen Transportnetzwerken für Wasserstoff will der Hafen zur Untersuchung von Lösungen beitragen, durch die eine entkarbonisierte Energie im Dienste der regionalen Industrie und des Oberrheins befördert und vertrieben werden kann.

Kawasaki Heavy Industries, ein Referenzunternehmen in der Flüssigwasserstoffkette

Kawasaki Heavy Industries entwickelt Kompetenzen, die mehrere Glieder der Flüssigwasserstoffkette abdecken: Verflüssigung, Flüssigwasserstoffspeicherung, Umschlaganlagen und Seetransport. Die Gruppe führt außerdem Initiativen durch, die darauf abzielen, die Produktions- und Vertriebskapazitäten mit der industriellen Nutzung zu verknüpfen, insbesondere in Japan und Europa.

Die Gruppe verfügt zudem über eine Expertise im Bereich der Motorisierung mit Wasserstoff, die zu den Überlegungen zur Dekarbonisierung von Flotten und logistischen Tätigkeiten beitragen könnte.

Drei Arbeitsachsen zur Evaluierung der Durchführbarkeit einer logistischen Kette rund um den Straßburger Hafen

Das Einverständnisprotokoll sieht die Einführung eines Studien- und Austauschprogramms vor, das die Fachkompetenzen der Partner miteinander vereint. Dieses Programm wird sich um drei Achsen drehen:

  • Evaluierung der Routen, über die Straßburg über die wichtigsten europäischen Seewege mit Flüssigwasserstoff versorgt werden könnte;
  • Analyse des potenziellen Flüssigwasserstoffmarktes zur industriellen Nutzung im Einzugsgebiets des Straßburger Hafens;
  • Bestimmung der technischen, eigentumsmäßigen, verordnungsmäßigen, wirtschaftlichen und logistischen Bedingungen, die für die eventuelle Einrichtung eines Sekundärdrehkreuzes für Flüssigwasserstoff nötig sind.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden es den Partnern ermöglichen, die Zweckmäßigkeit und Durchführbarkeit des Projektes einzuschätzen und unter Beachtung der anwendbaren Verfahren gegebenenfalls weitere Schritte zu planen.

So bekräftigt der autonome Straßburger Hafen, der bald sein hundertjähriges Bestehen feiert, seinen Willen, neue Lösungen zur industriellen Dekarbonisierung auszukundschaften. Diese Zusammenarbeit entspricht einer ersten Studien- und Qualifikationsetappe, die dazu dient, die Durchführungsbedingungen und die Schritte, die diesem Vorhaben möglicherweise folgen werden, zu klären.

„Die Stadt Straßburg ist sehr erfreut, mit Hilfe des Straßburger Hafens in diese internationale Zusammenarbeit einzutreten. Seine Position als multimodales logistisches Drehkreuz macht ihn zu einem strategischen Pol zur Entwicklung von Energiezweigen wie dem des Flüssigwasserstoffs. Es ist eine Gelegenheit zur Dekarbonisierung der Industrien unserer Region und ein Pluspunkt für die Strategie unseres Gebiets, bis 2050 CO2-neutral zu werden, die sich die sich die Eurométropole de Straßburg in ihrem Klimaplan zum Ziel gesetzt hat.“ Anne-Pernelle Richardot, Präsidentin des Verwaltungsrats des Straßburger Hafens

 „Durch die Entwicklung einer Versorgungskette für Flüssigwasserstoff, die Verflüssigung, Transport und Speicherung umfasst, möchte Kawasaki Heavy Industries zur Errichtung einer entkarbonisierten Gesellschaft beitragen. Europa ist eine wichtige strategische Region für unsere Tätigkeit im Wasserstoffbereich und in Zusammenarbeit mit Partnern in Hamburg und Amsterdam arbeiten wir bereits an der Errichtung von Versorgungsketten. Wir freuen uns sehr über unsere verstärkte Zusammenarbeit mit der Region Grand Est und dem Straßburger Hafen.Straßburg verfügt über einen Zugang zu den wichtigsten Industriezentren Europas, insbesondere dem Rheinbecken, und weist als Eisenbahnknotenpunkt ein hohes Potenzial für die Entwicklung eines europäischen Versorgungsnetzwerks für Flüssigwasserstoff auf. Im Rahmen dieses Einverständnisprotokolls werden wir gemeinsam die logistischen Routen, die Nachfrage auf dem Markt und das Potenzial von Sekundärterminals untersuchen, mit dem Ziel, in Europa eine dauerhafte Wasserstoffversorgungskette zu errichten.“  Yasuhiko Hashimoto, President and CEO of Kawasaki Heavy Industries

„Unser Wunsch ist, dass die Region Grand Est Teil der künftigen Lieferkette für Flüssigwasserstoff wird. Die begonnene Zusammenarbeit mit Kawasaki Heavy Industries und dem Straßburger Hafen soll es uns ermöglichen, das mögliche Potenzial für eine Dekarbonisierung der regionalen Industrie einzuschätzen und die für die Konkretisierung notwendigen Bedingungen zu bestimmen.“ Franck Leroy, Präsident der Region Grand Est